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Pressemitteilung vom 23.10.2014

Hannover. Als „Mogelpackung, die ihresgleichen sucht“ hat die CDU-Landtagsabgeordnete Astrid Vockert die Position der Landesregierung im Hinblick auf die dritte Kraft in Krippen bezeichnet. „Vor der Wahl haben SPD und Grüne versprochen eine dritte Krippenkraft finanzieren zu wollen. Dem Haushaltsentwurf für 2015 zufolge sind dafür aber lediglich 39 Millionen Euro eingeplant“, kritisierte Vockert. „Bei 3324 Krippengruppen in Niedersachsen würden damit pro Gruppe gerade einmal 12.000 Euro pro Jahr für eine dritte Kraft zur Verfügung stehen.“ Die CDU-Fraktion fordert die vollständige Kostenübernahme für den Einsatz dritter Fachkräfte in Krippen ab 1. Januar 2015 – ein entsprechender Antrag wurde in der heutigen (Donnerstag) Plenarsitzung mit den Stimmen von SPD und Grünen abgelehnt. Vockert: „Die Kultusministerin konnte sich offenbar gegenüber dem Finanzminister nicht durchsetzen.“ Auch der Ministerpräsident habe den nötigen Einsatz für diese wichtige Sache vermissen lassen.

Heftige Kritik übte Vockert auch an der strikten Festlegung, dass die dritte Kraft eine Qualifikation als Sozialassistent/in vorweisen müsse. „Viele Kommunen haben bereits eine dritte Kraft eingesetzt – ohne gesetzliche Verpflichtung“, so die CDU-Landtagsabgeordnete. Bei diesen Kräften handele es sich neben Sozialassistenten zum Beispiel um Spielkreisgruppenleiter, Kinderpfleger, Kinderkrankenschwestern oder auch Tagesmütter. „Sinnvoll wäre es gewesen, für diese Personengruppen berufsbegleitende Weiterbildungen zu entwickeln, damit sie als Fachkräfte in den Krippen bleiben können“, betonte Vockert. „Stattdessen baut die Landesregierung bürokratische Hürden auf und setzt gute Mitarbeiter auf die Straße.“