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Pressemitteilung vom 05.07.2013

Hannover. Der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kai Seefried, hat SPD und Grüne davor gewarnt, eine Kampagne gegen Niedersachsens Lehrer anzuzetteln. „Rot-Grün tut momentan viel dafür, um den Lehrerberuf zu diskreditieren. Wer auf der einen Seite ,gute Bildung‘ einfordert, kann auf der anderen Seite nicht anfangen, das Ansehen eines ganzen Berufsstands Schritt für Schritt zu ramponieren“, sagte Seefried.

Anlass für die Kritik sind nicht allein die Haushaltsbeschlüsse der Landesregierung, wonach Gymnasiallehrer länger unterrichten und ältere Lehrer ab 55 Jahre auf ihre Altersermäßigung verzichten sollen. Der CDU-Schulexperte hält auch die jüngsten Äußerungen von SPD-Fraktionschefin Modder und Grünen-Fraktionsvizin Janssen-Kucz für mehr als bedenklich. Janssen-Kucz hatte gestern (Donnerstag) gegenüber ostfriesenzeitung.de kritisiert, es gebe „nicht mal zehn Prozent engagierte Lehrkräfte“. Modder erklärte an selber Stelle mit Blick auf die Pädagogen, dass es oft „erschreckend“ sei, „wer da vor einer Klasse steht“. Seefried sagte: „Ist das der neue Stil der Landesregierung? Erst bürdet die Kultusministerin Lehrern ohne Not erhebliche Mehrbelastungen auf, anschließend erklären prominente Vertreter der rot-grünen Regierungsfraktionen, was sie eigentlich von Lehrern halten.“ Dass Frau Janssen-Kucz bei dieser Gelegenheit mal eben das Beamtenrecht der Lehrer in Frage stelle („Für mich ist es nicht nachvollziehbar, warum ein Lehrer verbeamtet sein soll“), sei angesichts der von Rot-Grün losgetretenen Debatte um Lehrerarbeitszeiten ein Schlag ins Gesicht der Lehrerinnen und Lehrer.

„Auf diese Weise begeistert man sicherlich keinen jungen Menschen für den Lehrerberuf.“ Für die Atmosphäre an Niedersachsens Schulen seien derartige Provokationen „Gift“, sagte Seefried, der ankündigte, in einer Anfrage klären zu lassen, was die Landesregierung mit dem Beamtenrecht von Lehrern vorhabe.