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Pressemitteilung vom 08.03.2013

Hannover. Der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kai Seefried, hat das vom Grünen-Agrarminister Meyer angekündigte Ende des Projekts „HannoverGEN“ scharf kritisiert. Nach dem heutigen Besuch des Arbeitskreises Kultus der CDU-Landtagsfraktion in der Wilhelm-Raabe-Schule sagte Seefried: „Die Begeisterung und das Interesse der Schülerinnen und Schüler ist deutlich spürbar. Das Projekt fördert eine kritische, wissenschaftliche Arbeitsweise und hat damit Vorbildcharakter für andere Schulen.“ Umso unverständlicher sei daher die Ankündigung des Agrarministers, HannoverGEN einzustellen. „Die von Rot-Grün beinahe inflationär angeführte ,Dialogbereitschaft‘ gilt offenbar nicht für Minister Meyer. Er beendet ein innovatives und erfolgreiches Projekt kurzerhand im Alleingang. Dabei ignoriert er offensichtlich auch die heutige Ankündigung des schulpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, weitere Gespräche zu HannoverGEN führen zu wollen.“ Den Vorschlag der grünen Schulpolitikerin Korter, die Schulen könnten HannoverGEN auf eigene Kosten weiterführen, bezeichnete Seefried als „dreisten Versuch“, sich aus der Verantwortung zu stehlen.

Auch der Niedersächsische Ministerpräsident sei bisher der Einladung der Schülerinnen und Schüler nicht gefolgt, obwohl die Staatskanzlei direkter Nachbar des Gymnasiums ist. „Dass der Ministerpräsident aufgrund vieler Termine noch nicht vor Ort sein konnte, ist nachvollziehbar“, so Seefried. „Von der zuständigen Kultusministerin hätte man einen Besuch des Projekts allerdings erwarten dürfen.“

Seefried appelliert an die Landesregierung, sich nicht von ideologischen Standpunkten treiben zu lassen, sondern sich sachlich und fachlich mit den Inhalten des Modellprojektes auseinander zu setzen. „Die niedersächsischen Lehrpläne sind Grundlage des Projekts. Sie bieten den Schülerinnen und Schülern zusätzlich gute Rahmenbedingungen, selbstständig wissenschaftliches Arbeiten auch zu hinterfragen. Die Mitglieder des Arbeitskreises Kultus seien sich einig, so Seefried, dass dies Grundvoraussetzung für den Wissenschaft- und Forschungsstandort Niedersachsen ist.