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Pressemitteilung vom 27.01.2021

Schmädeke: Niedersachsen für Folgen des Klimawandels wappnen – Koalition bringt effizientes Wassermanagement auf den Weg

Hannover. Versorgungssicherheit in Dürrezeiten, Sicherung der Wasserqualität und Hochwasserschutz: Mit großer Mehrheit hat der Landtag den gemeinsam mit zahlreichen Fachverbänden und Experten erarbeiteten Maßnahmenkatalog zur Anpassung des Wassermanagements auf den Klimawandel verabschiedet. In ihrem Antrag sieht die Koalition von CDU und SPD unter anderem vor, den mengenmäßigen Zustand des Grundwassers zu verbessern und gleichzeitig den Hochwasserschutz sicherzustellen. Dazu sollen Maßnahmen gefördert werden, die der Grundwasserneubildung durch gezielten Wasserrückhaltung im Binnenland nützen. Hierzu gehört, den Wasserabfluss im Binnenland periodisch zu verlangsamen und die Förderung neuer technischer Speicheranlagen zu prüfen. „Nach dem Niedersächsischen Weg und dem ersten Landesklimaschutzgesetz in Deutschland ist die Reform des Wassermanagements ein dritter großer Baustein unserer nachhaltigen Umweltpolitik“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Schmädeke.

„Niedersachsen hat kein Mengenproblem, sondern ein Problem mit der räumlichen und auch zeitlichen Verteilung der Niederschläge. Es ist zu befürchten, dass die Auswirkungen des Klimawandels diesen Effekt verschärfen und damit zu weiteren regionalen Engpässen von Trink- und Brauchwasser führen“, so Schmädeke weiter. „Ein effizientes Wassermengen-Management soll uns dabei helfen, diese Entwicklung zu entschärfen und Engpässe sowohl bei der öffentlichen Wasserversorgung als auch bei Industrie und Landwirtschaft zu vermeiden. Unser Ziel ist, mit einer nachhaltigen Strategie Wasser an jedem Ort in Niedersachsen zu schützen sowie in ausreichender Menge und in einwandfreier Qualität zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen.“

Auch auf der Verbraucherseite werde man agieren: „Wir wollen die Gründung von Beregnungsverbänden unterstützen und wassersparende Beregnungstechniken fördern, zum Beispiel durch eine entsprechende Agrarförderprogramme. Insgesamt soll die Entnahme von Wasser intensiver überwacht und besser gesteuert werden“, so Schmädeke abschließend.