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Pressemitteilung vom 12.09.2014

Hannover. Für den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Jens Nacke, ist der plötzliche Verzicht von Landwirtschaftsminister Meyer auf eine Verkürzung der Jagdzeiten ein weiterer Beleg für dessen politischen Hasardeur-Stil. „Meyer zielt bei den meisten seiner Vorhaben auf den innerparteilichen Applaus. Die kalkulierte Konfrontation mit der Öffentlichkeit und beteiligten Interessenverbänden, die seine Politik ausbaden müssen, nimmt er dafür offenbar billigend in Kauf“, kritisierte Nacke. So habe Meyer in der jüngeren Vergangenheit nicht nur seinen unausgegorenen Entwurf zur Gebührenordnung nach massiven Klagen von Verbänden und Betrieben überarbeiten müssen, sondern werde wegen der überraschenden Streichung einer gefragten Agrarumweltmaßnahme („Maßnahme AL1″) wiederholt von Niedersachsens Landwirten kritisiert. „Mit der voreilig herausposauntem Jagdzeitenverkürzung ist Meyer sicherlich von seinen grünen Jagdgegnern gelobt worden. Die Jäger, Naturschützer, Waldbesitzer und Förster hat er dabei vor den Kopf gestoßen. Die Entscheidung wesentliche Änderungen nach wenigen Tagen kleinlaut wieder zu kassieren, ist in der Sache richtig, lässt Meyer aber nicht gerade kompetenter erscheinen“, so Nacke.

Dass der Agrarminister zudem in dem ehrenamtlichen Engagement zweier Oppositionspolitiker in Jagdverbänden eine Erschwernis für den Dialog zwischen seinem Ministerium und Verbänden sieht (heutiges „HAZ“-Interview), nannte Nacke einen „dreisten Versuch, von eigenen Fehlern abzulenken“. Der CDU-Politiker weiter: „Meyer verspielt mit seiner unberechenbaren Politik das Vertrauen der Menschen im Land. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Meyer einen seiner Beschlüsse wieder einfangen und korrigieren muss.“