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Pressemitteilung vom 17.02.2021

Meyer zu Strohen: Mehr Tierschutz und weniger Tiertransporte – festgestellte Verstöße sofort sanktionieren

Hannover. Niedersachsen ist wichtiges Milcherzeugerland und in der Rinderzucht sehr erfolgreich. Über mehr Tierschutz für den grenzüberschreitenden Tiertransport hat der Landtag heute abschließend beraten. „Wir alle sind uns einig, dass der Tierschutz beim Transport nicht an der Grenze aufhören darf. Es müssen Verbesserungen erreicht werden, um den Tierschutz auch bei Transporten in Drittstaaten zu gewährleisten“, so die CDU-Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen.

Viele Transporteure hielten sich nicht an die grundlegenden Tierschutzmaßnahmen. „Die Bilder von leidenden, verletzten oder durstenden Tieren, die wir in der Vergangenheit immer wieder sehen mussten, sind unerträglich. Ich bin mir sicher, dass wir heute mit unserem 16 Punkte umfassenden Antrag einen Beitrag dazu leisten, dass zukünftig alle Transporte tiergerecht durchgeführt werden“, so Meyer zu Strohen weiter.

In Europa regelt die EU-Verordnung 1/2005 die Tierschutzanforderungen bei Tiertransporten, allerdings wirke diese Verordnung nicht so, wie sie soll. „Kontrollen haben dies mehrfach gezeigt: Tiere litten unter Hunger, Durst und Hitze, Pausen wurden nicht eingehalten, angebliche Versorgungsstationen existierten nicht. Das darf nicht sein“, so Meyer zu Strohen.

Die Landesregierung solle sich dafür einsetzen, diese EU-Verordnung zeitnah zu novellieren. „Begrüßenswert ist an dieser Stelle, dass auch die Branche selbst versucht, transparente Standards auf den Weg zu bringen. So hat zum Beispiel der Bundesverband Rind und Schwein ein Branchenkonzept entwickelt und startet in Kürze mit einer eigenen Datenbank, um die gesamte Transportkette nachvollziehen zu können“, so Meyer zu Strohen.

Besonders wichtig sei, dass festgestellte Verstöße sofort sanktioniert werden. Es sei deshalb dringend notwendig, dass Verstöße gegen die EU-Verordnung schneller den Entzug der Unternehmenszulassung für Kurz- und Langstreckentransporte zur Folge haben.