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Pressemitteilung vom 11.11.2021

Meyer: Landarztquote ist ein weiterer Baustein zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in den ländlichen Regionen

Hannover. „Den Mangel an Haus- und Fachärzten spüren wir in ganz Niedersachsen. Haus- und Facharztpraxen sind nicht nur im ländlichen Raum mit Schwierigkeiten bei der Praxisnachfolge konfrontiert und die Sicherung einer qualitativ hochwertigen und wohnortnahen medizinischen Versorgung müssen wir uns für ganz Niedersachsen gemeinsam stellen“, so der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Volker Meyer.

Die bisher eingeleiteten Maßnahmen auf Bundesebene und durch die Kassenärztliche Vereinigung würden aber gerade im ländlichen Raum nicht ausreichen, um dem Ärztemangel zu begegnen. Die erhoffte Steuerungswirkung blieb aus. Durch die Landesregierung, getragen von den Koalitionsfraktionen, konnten bereits 140 neue Medizinstudienplätze geschaffen werden und an allen Medizinstudienorten werde investiert.

„Die Einführung der Landarztquote für 60 Studienanfänger ist aus unserer Sicht ein weiterer Baustein zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung in den ländlichen Räumen Niedersachsens“, so Meyer. Hiermit werde ein Instrument zur zielgenauen Steuerungswirkung geschaffen, um den hausärztlichen Versorgungsgrad in ländlichen Regionen spürbar und nachhaltig zu verbessern.

„Perspektivisch werden wir mit der Ausweitung der Studienplätze an der European Medical School Oldenburg die Vorabquote für die Landarztquote auf 80 Studienanfänger erhöhen können“, so der Gesundheitsexperte.

Vor dem Hintergrund, dass ca. 40% der Studierenden nach dem Studium nicht im Arztberuf aktiv werden, aber mit der Landarztquote für eine Gruppe Studierender eine privilegierte Studienzulassung geschaffen werde, sei es natürlich von entscheidender Bedeutung, dass die Studienanfänger auch die eingegangene Verpflichtung einhielten. Dies sei auch durch wirksame und durchsetzbare Sanktionen abzusichern.

„Mit dem heute eingebrachten Gesetzentwurf wird das Bestreben der CDU in Niedersachsen umgesetzt, dass beim Zugang zum Medizinstudium auch die Bereitschaft zur Tätigkeit im ländlichen Raum berücksichtigt wird“, so Meyer.