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Pressemitteilung vom 18.05.2018

Lottke und Meyer: Koalition entschlossen im Kampf gegen Obdachlosigkeit

Hannover. Im Niedersächsischen Landtag wurde am Freitag ein gemeinsamer Entschließungsantrag der Fraktionen von SPD und CDU zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit in Niedersachsen beraten. Die Sozialpolitiker Oliver Lottke (SPD) und Volker Meyer (CDU) erklären dazu: „Obdachlosigkeit ist auch in Niedersachsen ein Problem, das häufig tabuisiert wird. SPD und CDU machen mit diesem Antrag deutlich, dass die Regierungskoalition auch die Schwächsten unserer Gesellschaft im Blick hat und eine Politik zum Wohle aller Menschen in Niedersachsen umsetzt.“

Volker Meyer betont: „Wohnungslose Menschen müssen den Weg zurück in unsere Gesellschaft finden. Sie benötigen dabei nicht nur Hilfe bei der Wohnungssuche, sondern vor allem sozialpädagogische Unterstützung.“ Neben einem festen Dach über dem Kopf sei es besonders wichtig, dass Wohnungslose auch eine Arbeit finden. „Arbeit strukturiert das Leben, schafft Identität und ist Voraussetzung für gesellschaftliche und soziale Anerkennung.“

Oliver Lottke ergänzt: „Von Obdachlosigkeit betroffene Menschen sind oftmals einsam, ängstlich und ohne soziale Bindungen. Der Zugang zu den Regelinstrumenten des SGB II scheitert häufig schon daran, dass die Betroffenen sich nicht trauen, den Weg zum Jobcenter anzutreten. Hier wollen wir mit einem niedrigschwelligen Modellprojekt in Landesverantwortung ansetzen.“

Außerdem sollen innovative Projekte gegen Obdachlosigkeit gefördert werden. „Wir wollen insbesondere die Einrichtung von Hygiene-Centern und Krankenwohnungen unterstützen“, so Meyer. Obdachlose könnten sich so bei Krankheit auskurieren und erhielten die Chance für einen Neustart.

SPD-Politiker Oliver Lottke erklärt: „In jeder Obdachlosen-Biografie gibt es einen Punkt, an dem es möglich gewesen wäre, durch geeignete präventive Hilfen einzugreifen. Viele Projekte der Obdachlosenhilfe in Niedersachsen haben bereits erfolgreiche Strategien und Maßnahmen entwickelt – mit unserem Antrag wollen wir zur einer verbesserten Vernetzung der Akteure beitragen und den fachlichen Austausch in diesem Bereich fördern.“