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Pressemitteilung vom 23.10.2019

Dammann-Tamke: Politik, nicht Landwirtschaft trägt Verantwortung für fehlende Veränderungsprozesse – Kanzleramt muss übernehmen

Hannover. Vor dem Hintergrund der friedlichen und konstruktiven Protestaktion vor allem junger Landwirte aus ganz Deutschland mahnt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Helmut Dammann-Tamke einen fairen und selbstkritischen Umgang mit den in der Landwirtschaft tätigen Menschen an. Im Rahmen einer von der CDU beantragten Aktuellen Stunde sagte Dammann-Tamke, Politik – und nicht die Bauern – trügen die Verantwortung für die fehlenden, aber notwendigen Veränderungsprozesse in der Landwirtschaft. „Gerade die jungen Landwirte wollen Veränderung, und sie wissen als hochqualifizierte Agrarier am besten, wie sie Tiere, Böden und Klima effektiv schützen können. Diese junge Generation zukünftiger Landwirte verdient unseren Respekt. Und sie verdient Anerkennung dafür, dass sie sich offen und unvoreingenommen auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und gesellschaftlichen Wünschen mit der Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen an einen Tisch setzen will. Die CDU wird sie dabei tatkräftig unterstützen“, so der CDU-Agrarexperte.

Mit Blick auf die zahlreichen gesellschaftlich gewünschten Veränderungen bei Pflanzenschutz- und Düngemitteln, Tierwohl sowie Insekten-, Arten- und Klimaschutz warnt Dammann-Tamke vor der Überforderung eines ganzen Berufsstandes, die an die Existenz gehe. Als Beispiel nannte der CDU-Abgeordnete die nicht nachvollziehbaren und intransparenten Kriterien zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. „Ich bin Umweltminister Olaf Lies dankbar, dass sein Haus nun nacharbeiten wird. Unsere Landwirte halten sich an Recht und Gesetz, wollen aber fair behandelt werden. Wer Bauern-Bashing betreibt, macht es sich nicht nur zu einfach, sondern treibt einen Spaltpilz in unsere Gesellschaft.“

In Richtung der Bundesregierung sagte Dammann-Tamke abschließend: „Wir sollten Berlin davon überzeugen, dass bei allen diesen Themen die Landwirtschaft nicht das Problem, sondern ein unverzichtbarer Teil der Lösung ist, und wir sollten auf Anreizsysteme setzen und nicht wie die Bundesministerinnen Klöckner und Schulz auf Ordnungsrecht. Unsere Ministerin Barbara Otte-Kinast hat recht: Die Bundeskanzlerin muss diese Themen über das Kanzleramt zur Chefsache machen.“