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Pressemitteilung vom 19.02.2015

Hannover. Niedersachsen hinkt bei der administrativen Umsetzung der Bundesvorgabe zur Antibiotikaminimierung seinen Nachbarländern Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein eindeutig hinterher – so lautet das Fazit des agrarpolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke, nach der heutigen Dringlichen Anfrage. „Die Fragestunde hat deutlich gemacht, dass der Minister auf die zentralen Fragen keine Antworten hat. So ist zum Beispiel weiterhin unklar, wie die 25 Tierärzte, die beim LAVES als zusätzliche Kontrolleure eingeplant sind, auf ihre Aufgabe zur Antibiotikaminimierung vorbereitet werden sollen“, kritisiert Dammann-Tamke. Auch im Hinblick auf das Meldeverhalten der Mastbetriebe über ihre Antibiotikaanwendungen der vergangenen sechs Monate habe der Minister nichts sagen können – und das obwohl die Meldefrist bereits am 15. Januar endete. Unklar sei zudem geblieben, wie die Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen und dem mit dem Antibiotika-Monitoring beauftragten LAVES aussehen soll. Ohnehin sei die geplante Doppelstruktur teuer und überflüssig. „Die genauen Kosten, die dadurch auf die Landwirte zukommen, kann der Minister ebenfalls nicht benennen“, so Dammann-Tamke: „Die Planlosigkeit des Ministers bei diesem wichtigen Thema ist erschreckend.“