Zurück zur Übersicht

Pressemitteilung vom 25.07.2013

Hannover. Der CDU-Agrarexperte Helmut Dammann-Tamke hat die heute vorgestellten Pläne von Landwirtschaftsminister Meyer zum Moorschutz als „Effekthascherei“ kritisiert. „Meyer predigt fortlaufend den Klimaschutz. Dabei verschweigt er geflissentlich, dass ein Moor seine Klimaschutzfunktion nur dann erfüllt, wenn es großflächig wiedervernässt ist – entsprechend der Empfehlung für eine Niedersächsische Klimaschutz-Strategie.“ Was auf dem Papier als „echter Paradigmenwechsel“ deklariert werde, habe tatsächlich erhebliche finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen, warnte Dammann-Tamke. „Für den Erwerb der Moorflächen und das anschließend erforderliche Wassermanagement sind erhebliche Mittel nötig. Es wäre interessant zu erfahren, wie Meyer dieses Vorhaben finanzieren will.“

Da die infrage kommenden Moorflächen überwiegend landwirtschaftlich genutzt würden, müsse Meyer den Landwirten eine Perspektive bieten. „Was wird aus ihnen, wenn ihre Flächen wiedervernässt werden? Welche Auswirkung hat die Wiedervernässung auf die umliegenden Flächen? Antworten auf diese Fragen bleibt der Minister bislang schuldig.“ Dabei sei es klar, so Dammann-Tamke, dass landwirtschaftlich genutzte Moorflächen in erster Linie als Grünflächen in der Milchviehhaltung dienten. „Wenn sich die Grünlandfläche reduziert, werden das besonders die Milchviehhalter bitter zu spüren bekommen und gerade in Moorgebieten kleine bäuerliche Familienbetriebe. Für diese bedeuten die Klimaschutzpläne des Landwirtschaftministers das Aus.“

So wichtig das Engagement für einen geringeren Flächenverbrauch auf der einen Seite auch sei: „Minister Meyer sollte sich daran erinnern, dass er nicht allein dem Klimaschutz, sondern auch dem Wohl der 40.000 landwirtschaftlichen Vollerwerbsstellen in Niedersachsen verpflichtet ist“, schloss Dammann-Tamke.