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Pressemitteilung vom 15.12.2014

Hannover. Angesichts des ersten Vogelgrippe-Falls in Niedersachsen im Landkreis Cloppenburg wirft der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke, Landwirtschaftsminister Meyer vor, dringend notwendige Präventionsmaßnahmen vernachlässigt zu haben. „Nach dem Fund einer mit dem H5N8-Virus infizierten Krickente in Mecklenburg-Vorpommern vor einigen Wochen, hätte das niedersächsische Wildvogelmonitoring umgehend ausgeweitet werden müssen, um aktuelle Virusbefunde zu bekommen. Passiert ist nichts“, kritisiert Dammann-Tamke. So könne die Viruslast gerade bei Wasserwildvögeln enorm sein, ohne dass sie klinische Symptome zeigen würden.

„Es wäre deshalb wichtig gewesen, die Jäger für diese Thematik zu sensibilisieren und sie aufzufordern, gezielt Wildvögel zu erlegen, um Untersuchungen durchführen zu können. Auf diese Weise hätte man die von Zugvögeln ausgehende Infektionsgefahr deutlich realistischer einschätzen können“, so der CDU-Agrarexperte. „Es drängt sich der Verdacht auf, dass Minister Meyer angesichts der enormen Auswirkungen einer drohenden Vogelgrippe-Epidemie nach dem Prinzip Augen-zu-und-durch agiert hat.“