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Pressemitteilung vom 13.09.2013

Hannover. Mit Skepsis hat der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke, Berichte des „Weser Kuriers“ (12.und 13. September) zur Kenntnis genommen, in denen über ein zweitägiges Seminar der Führungsspitze des Landwirtschaftsministeriums berichtet wird. 10.000 Euro soll die von den Teilnehmern als „Stöckchen-Seminar“ verspottete Veranstaltung vom März gekostet haben. Veranlasst habe soll die Tagung in Nienburg der grüne Ex-Agrarstaatssekretär Udo Paschedag. „Die Buchung kostspieliger Seminare gehörte offenbar ebenso zum selbstherrlichen Amtsverständnis Udo Paschedags wie Luxuslimousine und Klimaanlage“, sagte Dammann-Tamke mit Blick auf die vorherige Station Paschedags im nordrhein-westfälischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium: Auch hier hatte sich der ehemalige Staatssekretär ein Coaching in Höhe von 11.000 Euro gegönnt. (Landtag Nordrhein-Westfalen, Drucksache 15/3837).

Zur Erklärung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, das Seminar in Nienburg habe Planungen für die so genannte sanfte Agrarwende gedient, sagte der CDU-Landwirtschaftsexperte: „Ich frage mich ernsthaft, was das rhythmische Klopfen mit Bambusstangen mit niedersächsischer Agrarpolitik zu tun hat. Man hat vielmehr den Eindruck, dass sich hinter dem dubiosen Seminar eine weitere Eskapade des ehemaligen Luxus-Staatssekretärs verbirgt, die Minister Meyer gewohnt stillschweigend hingenommen hat.“

Dammann-Tamke kündigte eine parlamentarische Anfrage zum Bambusstangen-Seminar an. „Angesichts der beträchtlichen Kosten des Seminars wäre es interessant zu erfahren, wer es ausgerichtet hat und welcher Mehrwert der niedersächsischen Landwirtschaft dadurch tatsächlich entstanden ist.“