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Pressemitteilung vom 28.05.2013

Hannover. Um die wohnortnahe ärztliche Versorgung auf dem Land in Niedersachsen auch zukünftig zu gewährleisten, hat die CDU-Landtagsfraktion einen Entschließungsantrag auf den Weg gebracht. Norbert Böhlke, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, erklärt dazu: „Die hausärztliche Versorgung in unserer älter werdenden Gesellschaft ist von elementarer Bedeutung. Es wird verstärkt darum gehen, frei werdende Arztsitze im ländlichen Raum wieder zu besetzen. Und darum, dass überall da, wo die Menschen nicht zum Arzt kommen können, der Arzt zu den Menschen kommt.“

Möglich machen soll das ein bewährter „Instrumentenkoffer“, wie Böhlke darlegt: Mit der Förderung des Praktischen Jahres für Studierende in Hausarztpraxen – das erhöhe die Bereitschaft junger Mediziner, diese Wahlstation anzunehmen. Das Gleiche gelte für die Niederlassungsförderung in unterversorgten Gebieten. Praxisgründungen würden auf diese Weise wesentlich attraktiver für Ärzte.

„Wir müssen zudem zu einer kleinräumigen Bedarfsplanung kommen, um regionale Unterschiede in der ärztlichen Versorgung besser zu berücksichtigen“, fordert der CDU-Sozialexperte. Ebenso wichtig sei das Festhalten an so genannten Delegationsmodellen, bei denen bestimmte medizinische Tätigkeiten statt vom Arzt von qualifizierten Mitarbeitern übernommen werden. „Politik, Kassenärztliche Vereinigung, Kassen und Kommunen sind hier gleichermaßen gefordert“, sagt Böhlke. „Jeder von uns möchte auch im Alter noch gut in seiner gewohnten Umgebung medizinisch versorgt werden.“ Nach Ansicht Böhlkes müsse die Landesregierung die bewährte Förderung fortsetzen, „denn das muss uns die Gesundheit der Menschen im Land wert sein“.