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Pressemitteilung vom 25.07.2018

Bley: Überprüfung der Handwerksreform überfällig – Meisterbrief bleibt Qualitätsmaßstab

Hannover. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Heinz Bley, zeigt sich erfreut über die in Gang gesetzte Debatte zur Meisterpflicht im Handwerk. „Es ist gut und wichtig, dass sich die Koalitionspartner in Berlin darauf geeinigt haben, die verunglückte Handwerksreform aus dem Jahr 2004 anzufassen und grundsätzlich zu überprüfen.“ Insbesondere die Lockerung der Meisterpflicht habe zu qualitativen wie quantitativen Einbrüchen in zahlreichen Handwerksberufen geführt. „Vor dem Hintergrund der Fachkräftesicherung kann es nicht sein, dass die Nachwuchsgewinnung im Handwerk verkümmert und wichtige Gewerke auf eine unsichere Zukunft zusteuern.“

Dankbar sei Bley auch dem Zentralverband des Deutschen Handwerks: „Es ist erfreulich, dass das Handwerk mit zwei Studien dazu beitragen wird, verfassungs- und europarechtliche Bedenken auszuräumen, damit eine Neujustierung der handwerklichen Ausbildung nicht aus rechtlichen Gründen ins Stocken gerät. Hier sollten die Sozialpartner Hand in Hand arbeiten.“

Angesichts der teils dramatischen Einbrüche bei den Ausbildungszahlen sowie Steigerungen bei den Abbruchzahlen warb Bley dafür, die Stärkung der dualen Ausbildung noch stärker in den Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik in Bund und Land zu rücken. „Wir sollten auch durch eigene Impulse dazu beitragen, dass die Überlegungen in Berlin zügig in einer parlamentarischen Beratung münden. Das Handwerk hat bei der Fachkräftesicherung keine Zeit zu verschenken.“ Bley forderte, dass im Rahmen der Überlegungen auch berücksichtigt werden müsse, welche Herausforderungen der Digitalisierung im Handwerk berücksichtigt werden müssen. Auch biete sich an, in diesem Zusammenhang die Frage von Ausbildungs- und Prüfungskosten in der Dualen Ausbildung näher zu beleuchten. „Die Meisterprämie in Niedersachsen ist ein wichtiger erster Impuls. Es wäre tragisch, wenn die Fachkräfte allzu lange auf weitere Anreize warten müssten,“ so Bley.