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Pressemitteilung vom 10.06.2014

Hannover. Mit Unverständnis reagiert die CDU-Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock auf die Verweigerungshaltung der Regierungsfraktionen im Hinblick auf den CDU-Antrag zur Stärkung der Verbraucherbildung an Schulen. SPD und Grüne hatten den Antrag sowohl im Landwirtschafts- als auch im Kultusausschuss abgelehnt. „Unser Ziel ist es, die Verbraucherbildung sowie die Vermittlung von Alltagskompetenzen an Niedersachsens Schulen als durchgängiges, umfassendes Lernziel zu etablieren – dazu gehören neben dem Umgang mit Geld auch die Themen Medien und Ernährung“, erklärt Bertholdes-Sandrock. „Dass SPD und Grüne bei diesem wichtigen Anliegen auf stur schalten, kann ich nicht nachvollziehen.“

Bislang werde das Thema Verbraucherbildung an niedersächsischen Schulen nur stark segmentiert und in einzelnen Fächern behandelt – das habe die Landesregierung bei einer Unterrichtung im Kultusausschuss bestätigt. Gestützt würden die Vorschläge der CDU von den inzwischen veröffentlichten Empfehlungen der Kultusministerkonferenz (KMK). Bertholdes-Sandrock: „Die Empfehlungen der KMK sind inhaltlich in vielen Punkten deckungsgleich mit unserem Antrag.“

Viel Zuspruch habe es im Rahmen einer entsprechenden Anhörung auch von Verbraucherschutzorganisationen, Schuldnerberatungen und zahlreichen anderen Verbänden gegeben. „Die wichtigsten Anregungen haben wir in einem Änderungsantrag aufgenommen“, so Bertholdes-Sandrock. Inhaltliche Beweggründe für die ablehnende Haltung der Regierungsfraktionen kann die CDU-Landtagsabgeordnete nicht erkennen. „Der einzige Grund ist offenbar, dass der Antrag von der CDU kommt.“ So enthalte ein von den Grünen vorgelegter Änderungsantrag kaum inhaltliche Änderungen.

Bertholdes-Sandrock kündigte an, die CDU werde den Antrag im Juni-Plenum erneut auf die Tagesordnung setzen. „Sicher ist: Die Landesregierung muss sich mit diesem wichtigen Thema befassen. Anstatt in einigen Monaten ein Plagiat vorzulegen, könnten SPD und Grüne auch über ihren Schatten springen und unserem Antrag im kommenden Plenum zustimmen.“