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Pressemitteilung vom 04.09.2014

Hannover. Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer, hat SPD und Grüne aufgefordert, ihren Streit zur Dauer des Endlagersuchverfahrens beizulegen. „Die rot-grünen Zankereien über zehn oder zwanzig Jahre bringen uns in den wesentlichen Fragen keinen Schritt weiter“, kritisierte Bäumer.  Hintergrund ist der heutige Besuch von Bundesumweltministerin Hendricks in Gorleben, an dem Niedersachsens Umweltminister Wenzel jedoch nicht teilnimmt. Bereits seit einigen Tagen schwelt zwischen beiden ein Streit darüber, wann das Endlagersuchverfahren abgeschlossen sein soll. Während Hendricks auf dem gesetzlich festgelegten Termin 2031 beharrt, fordert Wenzel die Suche um zwanzig bis dreißig Jahre zu verlängern.

Bäumer: „Dieses rot-grüne Durcheinander ist angesichts der großen Verantwortung, die wir in der Endlagerfrage auch für kommende Generationen tragen, mehr als unangemessen. Wenn Wenzel keine Tiefenlagerung radioaktiver Abfälle will, muss er das auch offen sagen.“ Das Herumgeeiere des Umweltministers sei für die Menschen an den Zwischenlagerstandorten unerträglich. „Man hat ihnen vorgegaukelt, dass die Lagerung nur vorübergehend sei – nach Wenzels Äußerungen in den letzten Tagen muss man nun befürchten, dass die Lager für Ewigkeiten stehen werden“, so der CDU-Umweltexperte.

Bäumer erneuerte zudem seine Forderung nach einem deutschen Untertageforschungslabor. „Die sichere Endlagerung findet nun mal unter Tage statt. Wenn wir eine realistische Vorstellung davon haben wollen, wie das Wirtsgestein Salz unter diesen Bedingungen auf Radioaktivität reagiert, müssen wir auch dort forschen“, betonte Bäumer. „Die Menschen, die vor Ort von einem Endlager betroffen sein könnten, werden sich keinesfalls mit den Erkenntnissen aus kleinen, oberirdischen Behördenlaboren zufrieden geben.“