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Pressemitteilung vom 31.07.2013

Hannover. Der CDU-Umweltexperte Martin Bäumer hat der Landesregierung einen verantwortungslosen Umgang mit Niedersachsens zweitgrößtem Binnengewässer, dem Dümmer, vorgeworfen. „Die Landesregierung schaut tatenlos zu, wie der Dümmer zusehends unter einer Algenplage leidet. Anstatt endlich die bereits beschlossenen Hilfsmaßnahmen zu unterstützen, streiten Umwelt- und Landwirtschaftsministerium darüber, wer die dafür notwendigen 350.000 Euro beisteuert. Das ist angesichts der Bedeutung des Dümmers geradezu jämmerlich.“

Die Schlafmützigkeit der beiden grünen Ministerien sei umso unverständlicher, als die CDU-geführte Vorgängerregierung bereits ein umfangreiches Sanierungskonzept für das Gewässer verabschiedet hatte. Für 350.000 Euro sollen freiwillige Maßnahmen der Landwirte unterstützt werden, um das Algenwachstum im See einzudämmen. Auf diese Weise, ist sich Bäumer sicher, ließen sich erste Erfolge bei der Dümmer-Sanierung erzielen. „Man wird den Verdacht nicht los, dass es im Landwirtschafts- und Umweltministerium Vorbehalte gegenüber einer Kooperation mit der Landwirtschaft gibt“, sagte Bäumer. Dabei spiele der Faktor „Zeit“ eine entscheidende Rolle bei der Sanierung des Dümmers. „Wenzel und Meyer hätten hier Gelegenheit, über ihre Schatten zu springen und die Landwirte mit ins Boot zu holen.“

Bäumer: „Meyer und Wenzel sollten nicht weiter Däumchen drehen und sich gegenseitig die Verantwortung für die Dümmer-Sanierung zuschieben – oder warten, bis vielleicht irgendwann EU-Geld aus Brüssel für diesen Zweck fließt. Die Landesregierung hat eine Verantwortung gegenüber der Region und muss endlich handeln, sonst kippt der Dümmer vollständig um.“ Um die Hängepartie zu beenden, schlug Bäumer den Ministerien vor, sich die 350.000 Euro zu teilen. „175.000 Euro sollte jedes der Häuser schnell und umkompliziert bereitstellen können – und der Dümmer würde davon profitieren.“