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Pressemitteilung vom 09.02.2015

Hannover. Der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann sieht die Befürchtungen seiner Fraktion im Hinblick auf die Einwanderung des Wolfs nach Niedersachsen angesichts der aktuellen Entwicklungen im Landkreis Vechta bestätigt. „Die Tierhalter werden mit den Konsequenzen alleine gelassen“, kritisiert Angermann. Seit November reiße vermutlich ein einzelner Wolf in Vechta und Umgebung beinahe täglich mehrere Schafe. Weil das Gebiet nicht als anerkannte Wolfsregion gelte, erhielten die Schäfer jedoch keinerlei finanzielle Unterstützung durch das Land, um ihre Herden vor Angriffen zu schützen. „Die Herdenschutzregionen sind völliger Unsinn und müssen umgehend durch eine Förderkulisse für ganz Niedersachsen ersetzt werden. Schließlich bewegt sich der Wolf nicht ausschließlich in diesen speziell ausgezeichneten Gebieten“, so Angermann weiter. „Die heutige Sitzung des Umweltausschusses hat deutlich gezeigt, wie hilflos Umweltminister Wenzel beim Thema Wolf ist.“ Der CDU-Landtagsabgeordnete fordert Wenzel deshalb auf, so schnell wie möglich einen Krisengipfel zum Wolf einzuberufen – unter Beteiligung aller Wolfsberater sowie der Tierhalterverbände. Angermann: „Der Minister muss jetzt endlich handeln. Er sollte zudem über die Einrichtung einer ‚Task Force Herdenschutz‘ nachdenken.“

Darüber hinaus müssten umgehend Lösungen für eine unbürokratische Entschädigung der Tierhalter im Fall eines Wolfsrisses entwickelt werden. „Die betroffenen Tierhalter warten zum Teil seit Monaten auf ihre Entschädigungszahlungen – in vielen Fällen liegen noch nicht einmal die für die Auszahlung notwendigen Ergebnisse der DNA-Untersuchung vor“, sagt Angermann. Einen Entschließungsantrag der CDU mit dieser Forderung hatte Rot-Grün im Dezember-Plenum abgelehnt.