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Pressemitteilung vom 14.04.2015

Hannover. Die CDU-Landtagsfraktion fordert von der rot-grünen Landesregierung ein konsequenteres Handeln im Umgang mit Wölfen. Neben der Überarbeitung des Managementplans Wolf, der die zu erwartende Populationsentwicklung berücksichtigen soll, fordert ein CDU-Antrag die Streichung des Wolfs aus dem Anhang IV der FFH-Richtlinie, um eine Regulierung des Wolfsbestandes künftig möglich zu machen. Dazu erklärt der Celler CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann: „Die zunehmenden Wolfsrisse und Begegnungen mit Menschen zeigen, dass das Nebeneinander von Mensch und Wolf in einem so dicht besiedelten Land wie Niedersachsen nicht dauerhaft konfliktfrei ist. Der Schutz von Menschen und Nutztieren muss oberste Priorität haben, andernfalls nimmt die Akzeptanz in der Bevölkerung für den Wolf rapide ab.“

Dass in den vergangenen Wochen vermehrt Wölfe in niedersächsischen Ortschaften gesehen wurden, die offenbar keine Scheu vor Menschen hatten, sieht Angermann als dringenden Hinweis dafür, die bisherigen Vorgaben zum Umgang mit dem Tier anzupassen: „Die Landesregierung muss einen Leitfaden erarbeiten, in dem artfremdes Verhalten von Wölfen und die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen klar definiert sind. Verhaltensauffällige Wölfe müssen umgehend entnommen werden, um Gefahren für Menschen auszuschließen.“

Kritik übte Angermann an den Plänen von Rot-Grün, Problemwölfe etwa durch Kreisveterinäre, Polizisten oder Wolfsberater betäuben zu lassen. „Die Vorstellung ist völlig unausgegoren und zeigt, dass die Landesregierung mit dieser Herausforderung überfordert ist. Die Aufgabe ist unnötig riskant und kann nicht einfach an Wolfsberater wegdelegiert werden. Die Landesregierung muss handeln und eigene Experten für diesen Zweck einstellen, die im Umgang mit dem Wolf und den verwendeten Waffen geschult sind.“