
Klasse! - Wir singen! eine Presseerklärung des Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister vom 18. Januar 2011

Im Frühjahr 2010 hat der Niedersächsische Landtag den Entschließungsantrag der CDU- und FDP-Fraktionen „Musikland Niedersachsen stärken - Musikalische Bildung fördern" verabschiedet.
Die Antwort der Landesregierung zeigt, welch wichtigen Stellenwert die musikalische Bildung in Niedersachsen genießt, und welche weiteren Maßnahmen getroffen werden, um sie weiter zu stärken.
Musikland Niedersachsen stärken - Musikalische Bildung fördern
Antrag der Fraktionen von CDU und FDP und die Antwort der Landesregierung
Antrag Musikland Niedersachsen

Dr. Karl Ludwig von Danwitz, schulpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion:
Die Projektinitiative „Musikland Niedersachsen“, initiiert vom Land Niedersachsen, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Stiftung Niedersachsen, hat nach innen durch die Vernetzung der Musikschaffenden in Niedersachsen Synergien für das Musikleben geschaffen und nach außen zur Imagestärkung des Musiklandes Niedersachsen beigetragen. Des Weiteren haben wir gemeinsam mit der Stadt Wolfenbüttel die Landesmusikakademie errichtet. Sie ist ein wichtiger Baustein für das Musikland Niedersachsen.

Denn hier etablieren wir ein Zentrum für die Aus- und Weiterbildung von Ensembleleitern, für musisch-kulturelle Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis hin zur Förderung musikalisch Hochbegabter. Landesweit werden etwa 80 000 Schülerinnen und Schüler in den außerschulischen Angeboten der Musikschulen unterrichtet. Hier werden mit vielfältigen Veranstaltungen auch lokal wichtige Träger des Kulturlebens mit eingebunden.

Mit dem niedersächsischen Aktionsprogramm „HAUPTSACHE:MUSIK“ fördern der Landesmusikrat und das Kultusministerium den Bereich der musikalischen Bildung insbesondere im Umfeld der allgemein bildenden Schulen. Hier stehen also insbesondere die Kinder und Jugendlichen im Vordergrund. Schulen werden angeregt, mit Musikschulen, Opernhäusern, Orchestern, Chören, Kirchen sowie mit freien Musikgruppen und Vereinen ganz eng zu kooperieren. Ziel muss es daher sein, jedem Kind, unabhängig von seiner sozialen und ethnischen Herkunft, früher und intensiver als bisher einen Zugang zur musikalischen Bildung zu ermöglichen.

Wir haben das Projekt „Wir machen die Musik“ auf den Weg gebracht, in dem diese Kooperationsmodelle zwischen Musikschulen und Kitas weiterentwickelt werden. In einer Projektarbeitsgruppe von MWK, MK, Musikschulen und kommunalen Spitzenverbänden hat man ein auf Niedersachsen zugeschnittenes Modell entwickelt. Das Land stellte hierzu im Jahr 2009 500 000 Euro zur Verfügung. In diesem Jahr stehen sogar 1,15 Millionen Euro dafür bereit. Auch in den Schulen muss genügend Musikunterricht erteilt werden. Hierfür sind genügend Lehrer wichtig. Wir müssen darüber nachdenken, die Zugangshürden zum Studium abzusenken. Wir müssen über Ein-Fach-Lehrer nachdenken und darüber, ob man das dritte Fach nachstudieren kann.