
Der Tierschutz ist für die niedersächsischen Bürger ein wichtiges Anliegen.
Landwirtschaftliche Nutztiere werden in diesem Zusammenhang nicht nur als Mittel zur Lebensmittelerzeugung gesehen. Vielmehr werden sie auch als Mitgeschöpfe wahrgenommen, für die sich die Öffentlichkeit in zunehmendem Maße verantwortlich fühlt. Darüber hinaus verbinden die Verbraucher Aspekte wie Tierschutz und artgerechte Tierhaltung mit der Qualität und der gesundheitlichen Unbedenklichkeit tierischer Erzeugnisse. Vor diesem Hintergrund hat Niedersachsen bei der Weiterentwicklung des Tierschutzes und der Tiergesundheit, unter anderem mit der Einführung des Tierschutzplans, eine führende Rolle eingenommen. Niedersachsen hat aufgrund seiner starken Land- und Ernährungswirtschaft, die auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, eine besondere Verantwortung für den Tierschutz in der Nutztierhaltung. Neben der Nutztierhaltung sind auch bei der Heimtierhaltung Tiergesundheit und Tierschutz wichtige Aspekte, die beachtet werden müssen. Ziel muss es sein, die Verantwortung des Einzelnen für das Mitgeschöpf Tier zu wecken.
Ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des Tierschutzes ist der Tierschutzplan des niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung. Dieser enthält als Besonderheit die Etablierung der Tierschutzindikatoren. Die gewählten Indikatoren sollen messbar sein und erlauben dadurch eine neutrale Beurteilung der Einhaltung des Tierschutzes.
Der Niedersächsische Landwirtschaftsminister Gert Lindemann hat zu
Beginn 2011 seinen Tierschutzplan vorgestellt. Dieser Plan enthält 38
Maßnahmen, die zwölf Tiergruppen betreffen. Für die CDU-Fraktion ist
klar, dass die Weiterentwicklung des Tierschutzes unerlässlich ist und
dringend vorangetrieben werden muss. Bis 2018 soll der Tierschutzplan
abgeschlossen sein.
Der Lenkungsausschuss – in dem Vertreter der Landwirtschaft, der
Ernährungswirtschaft, des Bioland-Verbandes, des Deutschen
Tierschutzbundes, der Wissenschaft, der Behörden, der
Verbraucherzentrale und der Kirche vertreten sind - hat hierbei eine
komplexe Aufgabe übertragen bekommen. Es wird sieben Facharbeitsgruppen
geben, die Vorschläge erarbeiten, welche dann in Pilotprojekten erprobt
werden sollen. Die daraus gewonnenen Kenntnisse sollen analysiert und
möglicherweise als Standard für die fachliche Praxis bestimmt werden.
Ein Pilotbetrieb wurde im Bereich der Legehennenhaltung schon bestimmt.
In diesem Betrieb werden Tiere gehalten, denen nicht der Schnäbel
gekürzt wurden. Um Federpicken und Kannibalismus durch nicht gekürzte
Schnäbel zu vermeiden, wird der Betrieb durch den Tierschutzdienst, das
LAVES, die Fachhochschule Osnabrück und ein Fachtierarzt für Geflügel
unterstützt.

Clemens Große Macke
„Der Tierschutzplan ist der richtige Weg, auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse den Tierschutz in der Nutztierhaltung europaweit voranzubringen,“ so der Agrarpolitische Sprecher der CDU Landtagsfraktion Clemens Große Macke. "Eine bloße Differenzierung in vermeintlich „gute“ ökologisch und „böse“ konventionell wirtschaftende Betriebe, wie von der Opposition vorgenommen, darf es nicht geben!"
Anlässlich der Plenardebatte zum Thema Tierschutz in der Nutztierhaltung
wurde deutlich, dass Niedersachsen bundesweit der Maßstab für
Innovation im Bereich Tierschutz ist. Minister Lindemann hat durch die
Implementierung des "Tierschutzplan Niedersachsen" bereits die Grundlage
für wesentliche Verbesserungen des Tierschutzes in der
landwirtschaftlichen Tierhaltung gelegt und somit damit dafür gesorgt,
dass Niedersachsen auch beim Tierschutz bundesweit eine Führungsrolle
einnimmt. Dieser Plan enthält 38 Maßnahmen, die zwölf Tiergruppen
betreffen und soll bis 2018 abgeschlossen sein. Niedersachsen hat mit
seinen Forschungseinrichtungen, beispielsweise des Versuchsgutes Ruthe
der Tierärztlichen Hochschule Hannover, schon lange führende
Institutionen auf dem Gebiet des „animal wellfare“ in der modernen
Nutztierhaltung. Dieses know-how gilt es zu nutzen.

Silke Weyberg
„Die Opposition soll aufhören die niedersächsischen Landwirte zu
kriminalisieren und statt dessen konstruktiv und auf Basis
wissenschaftlicher Erkenntnisse am Tierschutzplan mitarbeiten“, forderte
die Abgeordnete Silke Weyberg aus Peine, die Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft ist. Sie ergänzte „Wir laden auch die Opposition dazu herzlich ein!“
Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium
bietet auf seinen Internetseiten weitere Informationen zum Thema "Tierschutz"
Niedersachsen fördert Beratung zur Minimierung des Antibiotika Einsatzes sowie zur Verbesserung des Tier-, Natur- und Klimaschutzes in der Landwirtschaft
Pressemitteilung des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums vom 1.Februar 2012