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Pressemitteilung vom 23.09.2015

Hannover. Zum Rücktritt von VW-Vorstandschef Winterkorn erklärt der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Björn Thümler: „Der Rücktritt war angesichts der Dimension der Manipulationsaffäre und der noch nicht geklärten Konsequenzen unvermeidlich. Für den Volkswagen-Konzern, für das Rechtsempfinden der Bürger und auch im eigenen Interesse von Herrn Winterkorn gab es keine Alternative zum Rücktritt. Die Aufklärung der Affäre steht damit aber immer noch am Anfang.“

Es gebe viele offene Fragen, was die Folgen aus der Manipulationsaffäre beträfe. Kritische Fragen müssten sich laut Thümler auch die Präsidiumsmitglieder des VW-Aufsichtsrats, wie etwa Ministerpräsident Weil, gefallen lassen. „Es gab während des Streits zwischen Ex-VW-Aufsichtsratschef Piëch und Winterkorn ein klares und zügiges Votum des Präsidiums für den Verbleib Winterkorns. Wenn es zutrifft, dass die Vorwürfe manipulierter Abgaswerte seit Langem bekannt sind, wird man im Zuge der weiteren Aufklärung auch fragen müssen, was seinerzeit darüber innerhalb der VW-Konzernspitze bekannt war.“

Im Interesse Niedersachsens, der Wirtschaft und der Tausenden VW-Mitarbeiter erwartet Thümler eine gründliche aber zügige Aufarbeitung der Affäre. „Volkswagen ist eine Weltmarke, made in Niedersachsen. Diesen Ruf verdankt der Konzern seinen motivierten Mitarbeitern. Neben der lückenlosen Aufklärung muss es vor allem darum gehen, verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen – von den Verbrauchern wie auch von den unzähligen Mitarbeitern, die sich gerade fragen, was da in ihrem Unternehmen passiert ist.“