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Pressemitteilung vom 01.10.2015

Hannover. Der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kai Seefried, kritisiert die Pläne von Kultusministerin Heiligenstadt zur Umsetzung der Inklusion an den niedersächsischen Schulen: „Die Kultusministerin hält leider weiter daran fest, mit den Regionalstellen eine zusätzliche bürokratische Instanz aufzubauen. Das ist der falsche Weg. Wir brauchen ein Ende der Strukturdebatte und keine zusätzliche Verwaltung. Inklusion in der Schule muss über die Pädagogik gelingen, mit mehr qualifiziertem Personal und unter Beibehaltung funktionierender Systeme vor Ort“, sagt Seefried anlässlich einer Veranstaltung des Kultusministeriums zum Thema.

Der CDU-Schulexperte wirft der Landesregierung vor, den Eltern durch die weitere Abschaffung von Förderschulen die Wahlfreiheit zu nehmen und zeitgleich nicht ausreichend zusätzliche Sonderpädagogen auszubilden. „Den weiteren Ausbau der Studienplätze für das Lehramt für Sonderpädagogik hat Rot-Grün auf die lange Bank geschoben. Dabei brauchen die Schulen schnell mehr Unterstützung“, sagt Seefried und verweist auf die Antwort der Landesregierung auf eine CDU-Anfrage. Danach sei davon auszugehen, dass die von der Landesregierung angekündigte Verdopplung der Studienplätze schrittweise erfolge und die zusätzlichen Absolventen den Schulen erst in etwa zehn Jahren zur Verfügung stünden. „Kultusministerin Heiligenstadt kann nicht einerseits „Turbo-Inklusion“ anordnen, Förderschulen schließen und den Schulen dann die nötige Unterstützung verweigern“ betont Seefried. „Im Sinne eines guten Unterrichts für Kinder mit und ohne Unterstützungsbedarf erwarten die Schulen zu Recht eine gesicherte Unterrichtsversorgung einschließlich einer ausreichenden Zahl von Förderschullehrkräften, den Ausbau von Beratung und Unterstützung sowie die Weiterentwicklung der Schulbegleitung.“

Als Anhang finden Sie die Antwort der Landesregierung auf die CDU-Anfrage zur Verdoppelung der Studienplätze für das Lehramt Sonderpädagogik.