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Pressemitteilung vom 13.07.2016

Seefried: Mehr Fragen als Antworten bei der Schulsozialarbeit – Heiligenstadt agiert weiter ohne Planung und Strategie

Hannover. Für den schulpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kai Seefried, sind die heute von Kultusministerin Heiligenstadt bekanntgegebenen Stellenausschreibungen für Schulsozialarbeiter keine ausreichende Unterstützung für die Schulen. „Manche Schulen müssen ein Jahr lang auf Stellen warten, die schon seit Beginn 2016 bereit stehen. Gymnasien gehen ganz leer aus. Die Kriterien für die Vergabe der Stellen sind intransparent. Das so genannte ‚Gesamtkonzept‘ zur Schulsozialarbeit ist den Schulen, der Öffentlichkeit und dem Landtag weiter unbekannt. Das Vorgehen der Ministerin ist ein weiteres Beispiel für eine fehlende Planung und Strategie im Kultusministerium“, sagt Seefried.

Der CDU-Schulexperte verweist darauf, dass es noch mehr Unklarheiten gebe: „Die Schulsozialarbeiter, die jetzt bei Kommunen oder freien Trägern beschäftigt sind, wissen nicht, wie es für sie weitergeht. Wird es einen Bestandsschutz oder eine Übernahmegarantie geben? Werden sie finanzielle Einbußen haben?“ Trotz dieser Ungewissheiten verweise die Ministerin darauf, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen und Kontinuität für die schulische Sozialarbeit seien. „Wie muss sich das für die Schülerinnen und Schüler anhören, die nicht wissen, ob „ihr“ Schulsozialarbeiter bleiben darf? Und für die langjährig Beschäftigten, deren persönliche Zukunft nun unklar ist?“, fragt Seefried.

Seefried kündigte eine Anfrage an die Landesregierung an, um Antworten auf diese und andere Fragen zu erhalten. „Wir erwarten, dass die Ministerin den Kultusausschuss unmittelbar nach der Sommerpause von sich aus informieren wird. Besonderes Interesse haben wir an den Ergebnissen der Gespräche Heiligenstadts mit den kommunalen Spitzenverbänden.“ Seefried weist darauf hin, dass das Ministerium schließlich seit mehr als einem Jahr immer wieder beteuert habe, ein „Gesamtkonzept“ für die Schulsozialarbeit könne erst nach Abschluss der Gespräche mit den Kommunen vorgelegt werden.