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Pressemitteilung vom 20.07.2015

Hannover. Die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Edita Lorberg, zeigt sich irritiert angesichts der widersprüchlichen Aussagen aus der Staatskanzlei zum Kopftuchverbot an Schulen. „Erst heißt es in einer dpa-Meldung eindeutig: Das Kopftuchverbot wird abgeschafft. Wenige Stunden später meldet sich die Regierungssprecherin zu Wort, um angebliche ‚Missverständnisse‘ auszuräumen und sorgt damit erst recht für Verwirrung“, so Lorberg. Es gebe, so die Mitteilung aus der Staatskanzlei, seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im März dieses Jahres „nichts Neues in Sachen Kopftuch“. Lorberg: „Die Diskussionen um das Tragen von Kopftüchern durch Lehrerinnen sind ohnehin schon kontrovers genug. Es wäre sicherlich im Sinne aller Eltern, wenn sich der Ministerpräsident einmal klar und deutlich zu diesem Thema äußern würde.“

Es sei notwendig eine Regelung zu finden, die allen Beteiligten gerecht wird, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende. „Das Thema erfordert Toleranz auf beiden Seiten – auch für die Eltern, die gewisse Vorbehalte haben“, betont Lorberg. „Das Kopftuch ist nun mal kein rein religiöses Symbol.“