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Pressemitteilung vom 09.01.2014

Hannover. In der Debatte um die Umbenennung des Sozialministeriums fordert die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Petra Joumaah, nachdrücklich den Verbleib des Begriffs „Frauen“ im Ministeriumsnamen. „Der Bedeutung von Frauenförderung und Frauenpolitik muss auch weiterhin durch die Repräsentation im Namen des Ministeriums Ausdruck verliehen werden“, sagte Joumaah. „Unser Vorschlag für die Vereinfachung des bislang tatsächlich wenig einprägsamen Namens lautet deshalb ‚Ministerium für Soziales, Frauen und Gesundheit.'“

Wie wichtig es sei, die Öffentlichkeit für die Frauenförderung zu sensibilisieren, zeige auch der Umgang der rot-grünen Landesregierung mit diesem Thema. „Noch im Koalitionsvertrag hatten SPD und Grüne vollmundig angekündigt, sich gegen die ‚Unterrepräsentanz von Frauen auf Leitungsebene‘ und für eine ‚paritätische Besetzung von Vorständen und Geschäftsführungen‘ einzusetzen. Die Realität sieht aber leider ganz anders aus.“ So sind zum Beispiel sowohl in der Staatskanzlei als auch im grün-geführten Umweltministerium alle fünf Abteilungsleiterposten männlich besetzt. Auch die wichtigen Aufsichtsratsposten des Landes bei VW oder der Salzgitter AG wurden an Männer vergeben. „Noch nicht einmal im eigenen Kabinett konnte Rot-Grün eine paritätische Besetzung realisieren. Von einer Beseitigung der Unterrepräsentanzen von Frauen kann hier keine Rede sein“, kritisierte Joumaah.