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Pressemitteilung vom 25.09.2015

Hannover. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Jörg Hillmer, wirft der Landesregierung vor, die Zahl der Flüchtlingskinder mit Sprachförderbedarf an den niedersächsischen Schulen völlig unterschätzt zu haben. Hillmer sagte im Anschluss an die heutige Sitzung des Kultusausschusses: „Die Landesregierung ist mit ihrem Konzept der Sprachförderung an den Schulen gescheitert. Noch vor zwei Wochen hat Ministerpräsident Weil von 6.200 schulpflichtigen Flüchtlingskindern gesprochen. Jetzt muss seine Kultusministerin Heiligenstadt zugeben, dass rund 33.000 Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen unsere Schulen besuchen – darunter rund 9.000 Kinder, die selbst in ihrer Muttersprache Analphabeten sind. Damit dürfen wir unsere Schulen nicht alleine lassen. Die angebotenen Hilfen der Landesregierung sind völlig unzureichend und kommen wieder einmal viel zu spät“, so Hillmer.

Der Fraktionsvize weist darauf hin, dass die CDU-Landtagsfraktion bereits im Herbst 2014 gefordert habe, die Mittel für die Sprachförderung erheblich aufzustocken. „Die Landesregierung hat sich zu lange gegen mehr Sprachförderung gewehrt. Viele Schulen sind nun überfordert. Sie müssen jetzt die Konsequenzen ausbaden“, sagt Hillmer. Seit mehr als einem Jahr habe die CDU-Fraktion die Landesregierung immer wieder aufgefordert, endlich Zahlen zu den Flüchtlingskindern vorzulegen – ohne Erfolg. „Wir brauchen Sprachlernklassen an allen Schulen. Das muss die Landesregierung endlich begreifen. Die Herausforderung ist so groß, dass ein ‚Weiter so‘ bei der Sprachförderung mit ein paar zusätzlichen Lehrerstunden pro Schule keine Option ist. Die Flickschusterei im zweiten Nachtragshaushalt wird hier kaum für Entlastung sorgen“, sagt Hillmer.