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Pressemitteilung vom 07.06.2016

Ehlen: Rot-grüne Jagdgesetz-Änderung schadet Landwirten – Gänsepopulationen benötigen keinen zusätzlichen Schutz

Hannover. Der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Heinrich Ehlen kritisiert die heute im Landtag beschlossene Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes, mit der die Intervalljagd in Vogelschutzgebieten eingeführt werden soll: „Die Landesregierung hat bereits entgegen aller Kritik die Kürzung der Jagdzeiten durchgesetzt, die nun von Landwirten und Jägern gleichermaßen beklagt wird. Rot-Grün sollte wenigstens den Ausgang dieser Verfahren abwarten, bevor sie den nächsten unsinnigen Vorstoß zum Erhalt der Gänsepopulation vornimmt. In der zugehörigen Ausschussanhörung wurde deutlich, dass die geplante Intervalljagd von allen angehörten Verbänden abgelehnt wird. Die heimischen Gänsebestände sind in einem sehr guten Zustand und ein zusätzlicher Schutz daher überflüssig.“

Zu einem großen Problem für Landwirte und Milchviehhalter an der Küste seien inzwischen die von Gänsen verursachten Fraß- und Kotschäden geworden. „Wenn die Gänse auf den Flächen rasten, ist die Ernte zerstört. Wiesen und Weiden können nach einer Gänserast weder zur Futtergewinnung noch zur Beweidung genutzt werden. Für viele Landwirte sind die großen Gänsepopulationen inzwischen zu einer existentiellen Bedrohung geworden “, erklärt Ehlen. Kritik an der Änderung des Jagdgesetzes erwartet der CDU-Politiker auch seitens der kommunalen Spitzenverbände, die eine erhebliche Verkomplizierung und Bürokratisierung des Systems befürchten – schließlich würde die Landesregierung die Verantwortung für die Umsetzung der Intervalljagd auf die unteren Jagdbehörden abwälzen.