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Pressemitteilung vom 06.01.2016

Dr. Deneke-Jöhrens: Einsatz von Glyphosat nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand unbedenklich – Verbotsinitiative der Landesregierung rein ideologisch motiviert

Hannover. „Nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand steht der weiteren Zulassung des Wirkstoffs Glyphosat auf EU-Ebene nichts entgegen“ – so lautet das Fazit des Lehrter CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens nach der heutigen Anhörung im Landwirtschaftsausschuss. Die CDU-Fraktion setzt sich mit einem Antrag für eine wissenschaftsbasierte und faktenorientierte Neubewertung des offenbar zu Unrecht in die Kritik geratenen Wirkstoffs ein. „Die maßgeblichen Experten sind sich darin einig, dass der sachgerechte Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft keine krebserregenden, erbgutverändernden oder entwicklungsschädigenden Risiken für den Menschen birgt“, so Deneke-Jöhrens. Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Bundesinstitut für Risikobewertung würden diese Einschätzung bestätigen.

Im März vergangenen Jahres hatte die bei der Weltgesundheitsorganisation WHO angesiedelte Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Alarm geschlagen: Glyphosat sei wahrscheinlich krebserregend – der Einsatz müsse umgehend unterbunden werden. Der rot-grünen Landesregierung, die sich daraufhin für ein Glyphosat-Verbot in Niedersachsen stark gemacht hatte, wirft Deneke-Jöhrens vor, aus rein ideologischen Gründen auf diesen Zug aufgesprungen zu sein. „Dass vor allem die Grünen unter der Ägide von Landwirtschaftsminister Meyer keine Gelegenheit auslassen, um Niedersachsens Landwirten das Leben schwer zu machen, ist längst nichts Neues mehr“, so der CDU-Abgeordnete. „Einen Wirkstoff ohne konkreten Anlass verbieten zu wollen, der in der heimischen Landwirtschaft beim Erosionsschutz und der pfluglosen Bodenbearbeitung viele ökologische Vorteile bringt und bei sachgerechter Anwendung kaum Risiken birgt, passt da genau ins Bild.“

Die IARC hatte zuletzt im Oktober von sich Reden gemacht, als sie vor dem Verzehr von rotem Fleisch warnte – laut Einschätzung der Agentur gehören Rindfleisch und Co. in die gleiche Krebsgefährdungsklasse wie Glyphosat.