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Pressemitteilung vom 25.06.2013

Hannover. Anlässlich der heutigen Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Rat und Europäischem Parlament über eine gemeinsame Agrarpolitik, warnt der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke, vor der Stilllegung weiterer landwirtschaftlicher Nutzflächen in Niedersachsen. „An die ohnehin begrenzten Acker- und Gründlandflächen werden zahlreiche Ansprüchen gestellt: Neben der Nahrungsmittelproduktion für eine wachsende Weltbevölkerung werden sie auch zur Energiegewinnung und für den Umweltschutz genutzt“, erklärte Dammann-Tamke. Im Rahmen des von der EU geplanten Greenings sollen künftig zusätzliche ökologische Vorrangflächen entstehen, auf denen beispielsweise kein Dünger verwendet werden darf. „Grundsätzlich kann das Greening dazu beitragen, die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen. Allerdings brauchen wir dafür eine Lösung, die zu möglichst geringen Ertrags- und Einkommensverlusten bei den Landwirten führt“, sagte der CDU-Agrarexperte. „Andernfalls würde der Flächendruck steigen und den Nutzungskonflikt sowohl bei konventionell als auch bei ökologisch wirtschaften Betrieben zusätzlich verschärfen.“

Sinnvoll seien beispielsweise so genannte Agrarumweltmaßnahmen. Hierbei wird der Landwirt entschädigt, wenn er zu Gunsten freiwilliger Umweltleistungen, zum Beispiel die Anlage eines Blühstreifens oder geringerem Einsatz von Dünger, auf einen Teil seiner Ernte verzichtet. „Das Geld dafür wäre vorhanden“, so Dammann-Tamke. Zwar werde der Brüsseler Agrarhaushalt künftig deutlich schrumpfen, dafür müsse Deutschland aber weniger einzahlen. „Vor diesem Hintergrund sollte Niedersachsen gemeinsam mit den anderen Bundesländern für mehr Bundesmittel für die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) eintreten. Das würde zusätzliche Freiräume für Umwelt- und Strukturmaßnahmen vor unserer Haustür schaffen.“