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Pressemitteilung vom 12.08.2015

Hannover. Als „Scheitern an den eigenen Zielen“ bezeichnet der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke, den Rückgang der ökologisch bewirtschafteten Flächen in Niedersachsen seit der Regierungsübernahme durch Rot-Grün. „Obwohl Landwirtschaftsminister Meyer die Förderung dieser Wirtschaftsweise mit öffentlichen Mitteln massiv aufgestockt hat, ist die Zahl der Ökoflächen sogar deutlich geschrumpft“, betont Dammann-Tamke. „Diese Entwicklung zeigt, dass die ökologische Wirtschaftsweise im Agrarland Niedersachsen nur bedingt wettbewerbsfähig ist.“ Auch die jüngste Ankündigung einer erneuten Aufstockung der Ökoprämie von derzeit 234 auf 273 Euro werde daran wenig ändern, so Dammann-Tamke.

Laut einer Erhebung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sind die niedersächsischen Bioflächen zwischen 2013 und 2014 um fünf Prozent zurückgegangen. Das entspricht einer Fläche von 3.743 Hektar. Laut des Landwirtschaftsministeriums beruht diese Zahl jedoch auf einem Rechenfehler – der tatsächliche Rückgang betrage lediglich knapp zwei Prozent.

„Der gesamte Vorgang ist schlicht peinlich. Dem Minister ist es nicht gelungen, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Ökolandbau als eine attraktive Wirtschaftsform wahrgenommen wird“, betont Dammann-Tamke. „Wie dilettantisch Meyer arbeitet, zeigt auch die Tatsache, dass nicht einmal belastbare Zahlen darüber vorliegen, wie groß der tatsächliche Rückgang der ökologisch bewirtschafteten Flächen ist.“ Aus diesem Grund fordert der CDU-Agrarexperte in einer Anfrage eine umfassende Aufklärung durch die Landesregierung.