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Pressemitteilung vom 23.10.2013

Hannover. Zum heute vorgestellten niedersächsischen Nährstoffbericht erklärte der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke: „Der Bericht macht die ungleiche Nährstoffverteilung in Niedersachsen deutlich. Während in manchen Landkreisen erheblicher Nährstoffüberschuss aus tierischer Erzeugung herrscht, fällt in anderen Regionen kaum organischer Dünger an, im Gegenteil: Hier sind Landwirte auf den Zukauf von Mineraldünger angewiesen, um den Nährstoffentzug durch die Pflanzen auszugleichen. Wir benötigen daher schnell unbürokratische Lösungen, um die Nährstoffkreisläufe niedersachsenweit gemeinsam mit den Landwirten zu schließen.“ Dammann-Tamke erinnerte daran, dass bereits die CDU-geführte Landesregierung 2012 die „Niedersächsische Verordnung im Bezug auf Wirtschaftsdünger“ (MeldeVO) initiiert habe, um die Nährstoffströme innerhalb Niedersachsens besser überwachen zu können.

Um eine zukunftsfähige Landwirtschaft mit Tierhaltung in Niedersachsen zu gewährleisten, müsse sichergestellt sein, dass die benötigte Fläche zur Aufnahme der Nährstoffe auch konkret zur Verfügung stehe: In Form von Eigenland, Pachtland oder mittels verbindlicher Verträge, so Dammann-Tamke. „Der wertvolle Dünger muss in die Regionen transportiert werden, in denen er sinnvoll eingesetzt werden kann.“

Der CDU-Agrarexperte forderte die Landesregierung auf, in der Frage der Nährstoffverteilung konstruktive Lösungsvorschläge anstatt weiterer Bürokratie zu schaffen. „Wir müssen unser Trinkwasser nachhaltig schützen. Wir müssen aber auch den Familienbetrieben in Niedersachsen Möglichkeiten geben, um auch zukünftig erfolgreich Landwirtschaft zu betreiben.“