Zurück zur Übersicht

Pressemitteilung vom 24.04.2019

Dammann-Tamke: Nährstoffbericht zeigt, wir sind auf dem richtigen Weg – aber noch 50.000 Tonnen Stickstoff zu viel im System

Hannover. „Die im heutigen Nährstoffbericht vorgestellten Zahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, auch wenn wir in einigen Regionen Niedersachsens noch erhebliche Probleme haben. Zurzeit sind immer noch 50.000 Tonnen Stickstoff zu viel im System. Dies ist nicht länger hinnehmbar“, so der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Helmut Dammann-Tamke. Um dieses Problem zu lösen, gäbe es drei Möglichkeiten: Substituierung von Mineraldünger durch natürlichen Dünger, Verbringung außerhalb Niedersachsens oder Reduzierung der Tierbestände. Der Agrarexperte geht davon aus, dass es ein Mix aus allen drei Maßnahmen werde.

„Wir müssen aber auch die weiteren positiven Auswirkungen aller bisher eingeleiteten Maßnahmen,  wie die Verbringungsverordnung, den Meldeverpflichtungen der Betriebe mit der entsprechenden Transparenz und schlussendlich der seit 2017 verschärften Düngeverordnung abwarten, anstatt unsere bäuerliche Landwirtschaft in der Zukunft mit einer weiteren Verschärfung der Düngeverordnung zu drangsalieren“, so Dammann-Tamke.

„Für die Zukunft benötigen wir eine Binnendifferenzierung in den sogenannten roten Gebieten und noch mehr Transparenz. Dazu kann die vorgesehene Datenbank  „ENNI“ (Elektronische Nährstoffmeldungen Niedersachsen) einen wichtigen Beitrag leisten. Dieses niedersächsische Modell, welches die Bedarfsermittlungen und Nährstoffvergleiche flächendeckend erfasst, wird eine einzelbetriebliche Transparenz und effiziente Kontrollen ermöglichen“, so der Agrarexperte. Dies müsse Berlin auch endlich einsehen und sich nicht länger gegen den niedersächsischen Weg sperren.

„Unsere Landwirte handeln verantwortungsvoll und am Erhalt ihrer Lebensgrundlage, der Natur, orientiert. Dies zeigt auch der Rückgang an stickstoffhaltigen Mineraldünger. Es gibt aber mit Blick auf den Gewässerschutz noch genug zu tun, damit unser Ziel, eine weitere Entlastung der Umwelt im Einklang mit der Landwirtschaft, erreicht werden kann“, so Dammann-Tamke.