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Pressemitteilung vom 27.10.2015

Hannover. Im Rahmen eines heutigen Treffens des Arbeitskreises Landwirtschaft der CDU-Fraktion mit von Wolfrissen betroffenen Nutztierhaltern und mit Blick auf den gestrigen Wolfsriss in Goldenstedt betont der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann: „Es hat sich gezeigt, dass auch die aufwendigen und teuren Zäune nur einen eingeschränkten Schutz gegen Wolfrisse bieten. Der Wolf ist in einigen Regionen Niedersachsens bereits zu einer existenziellen Bedrohung für die Schafhalter geworden.“

Die Schäfer hätten ihrer Befürchtung Ausdruck verliehen, dass die gewerbliche Schafhaltung in Niedersachsen aussterben werde, wenn eine angemessene Unterstützung der Landesregierung weiter ausbleibe. „Viele Schafhalter setzen sich für die Zucht und Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen ein, die wirtschaftlich weniger attraktiv als moderne Züchtungen sind. Aus diesem Grund sind sie verstärkt auf staatliche Unterstützungen angewiesen“, sagt Angermann.

Die aktuellen Förderbedingungen schreiben vor, eine einmal angemeldete Tierzahl über fünf Jahre zu halten. „Wenn der Tierhalter dieser Pflicht nicht nachkommt, muss er die bisher erhaltenen Zuschüsse zurückzahlen – Ausnahmen gelten lediglich für höhere Gewalt.“ Es sei nun die Aufgabe der Landesregierung schnellstens für Klarheit zu sorgen und im Fall eines Wolfrisses auf Rückzahlungsverpflichtungen zu verzichten. „Es kann nicht sein, dass Schafhalter, die bereits durch Wolfrisse geschädigt wurden, zusätzlich durch das Land zur Kasse gebeten werden.“