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Pressemitteilung vom 03.02.2016

Angermann: Verhaltensauffällige Wölfe seit Wochen ohne Überwachung – Umweltminister bekommt Umgang mit dem Wolf nicht in den Griff

Hannover. Als „nicht zu verantwortende Nachlässigkeit“ kritisiert der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann die Untätigkeit von Umweltminister Wenzel, nachdem gleich zwei Überwachungssender von Wölfen aus dem Munsteraner Rudel schon seit über einem Monat ausgefallen sind. „So geht man nicht mit Steuergeldern und der Sicherheit der Menschen in der Region um. Es kann nicht sein, dass erst über 20.000 Euro für die Besenderung der Wölfe investiert werden, aber das Umweltministerium nun keinen Grund zum Handeln sieht“, sagt Angermann.

Angermann erinnerte daran, dass die Tiere nicht ohne Grund mit Sendern ausgestattet worden seien. „Gerade diese Tiere haben in der Vergangenheit erstaunlich wenig Scheu vor dem Menschen gezeigt.“ Darüber hinaus habe einer der besenderten Wölfe im Januar einen Hund im Landkreis Celle verletzt, während sich die Besitzerin in unmittelbarer Nähe aufgehalten habe. „Wie sollen die Menschen in der Region darauf vertrauen, dass ihre Sorgen vor einer Bedrohung durch den Wolf ernst genommen werden, wenn das Umweltministerium nun einfach darauf hofft, dass es sich beim Ausfall der Sender nur um eine vorübergehende Störung handelt?“ Als ebenso beunruhigend sei die Tatsache zu bewerten, dass es sich bei dem aktuellen Ausfall offensichtlich nicht um die erste Störung handele, so Angermann. Umweltminister Wenzel müsse sich die Frage gefallen lassen, ob er überhaupt an Erkenntnissen aus der Besenderungsaktion interessiert sei, zumal er nach den vielen Nahkontakten der Wölfe mit Menschen keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen ergriffen habe.

„Die rot-grüne Landesregierung wollte mit der Senderüberwachung verhaltensauffälliger Wölfe zeigen, dass sie die Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen unter Kontrolle hat – die aktuellen Vorfälle beweisen jedoch genau das Gegenteil.“ Auch die seit langem angekündigte Besenderung der Goldenstedter Wölfin, der eine große Zahl von Tierrissen zugeordnet wurde, lasse nach wie vor auf sich warten, so Angermann.