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Pressemitteilung vom 09.02.2016

Angermann: Umweltminister ist mit dem Thema Wolf vollkommen überfordert

Hannover. Der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann hat Umweltminister Wenzel für seinen Umgang mit dem Thema Wolf erneut scharf kritisiert. „Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dass der Minister mit den Herausforderungen durch die Rückkehr des Wolfs nach Niedersachsen vollkommen überfordert ist“, so Angermann. „Die ständigen Versuche, Wolfsattacken oder -Risse zu vertuschen, blamieren das Umweltministerium und schmälern zunehmend die Akzeptanz für den Wolf.“ So habe sich die Behauptung des Umweltministeriums als unwahr herausgestellt, dass die lange Untersuchungsdauer routinemäßig genommener DNA-Proben bei möglichen Wolfsrissen in der Verantwortung des zuständigen Senckenberg-Instituts liege. Alle Proben seien längst ausgewertet, stellte das Institut klar.

Auch die Reaktion des Ministeriums auf die jüngste Wolfsattacke im Landkreis Celle sei unglaublich. „Obwohl der Angriff durch Fotos zweifelsfrei belegt ist, hat ein Ministeriumsvertreter die Glaubwürdigkeit der betroffenen Hundehalterin öffentlich in Frage gestellt“, sagte Angermann mit Blick auf die gestrige (Montag) Sitzung des Umweltausschusses. Dieser Diskreditierungsversuch sei umso offensichtlicher, als die Fotos eindeutig belegten, dass es sich bei dem Tier um einen vom Ministerium besenderten Wolf gehandelt habe. Die zur Überwachung zweier verhaltensauffälliger Wölfe eingesetzten Sender übermitteln allerdings bereits seit mehreren Wochen keine Daten mehr. „Dem Minister scheint der Senderausfall ganz gelegen zu kommen. Es ist offensichtlich, dass er die Überwachung der Tiere ablehnt – schließlich würden sich Angriffe dann kaum noch leugnen lassen“, so Angermann. „Statt stringente Maßnahmen zu Schutz der Menschen vor Ort einzuleiten, empfiehlt das Ministerium lediglich den Wolf beispielsweise mit Stöcken oder Steinen zu vertreiben. Solche Aussagen sind nicht geeignet, für die Sicherheit der Menschen vor Ort zu sorgen.“

Der CDU-Abgeordnete forderte den Umweltminister auf, umgehend für einen funktionierenden Sendekontakt zu sorgen.