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Pressemitteilung vom 08.08.2016

Angermann: Umweltminister hätte angesichts der Aufnahmen viel früher Vergrämung von Problem-Wölfen anordnen müssen

Hannover. Der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann hat die Landesregierung für das Zurückhalten von Bildern kritisiert, die Nahbegegnungen zwischen Wölfen und Menschen auf dem Truppenübungsplatz Munster dokumentieren. Mit Blick auf die heutige Unterrichtung im Umweltausschuss sagt Angermann: „Erst auf Druck von Medien und Öffentlichkeit hat sich Umweltminister Wenzel nun mit den Aufnahmen befasst. Dabei existieren bereits seit Februar 2015 Fotos, die belegen, dass sich Menschen jungen Wölfen auf dem Munsteraner Übungsplatz auf weniger als zwanzig Meter genähert haben. Es ist hinlänglich bekannt, dass solche Begegnungen während der Prägephase gravierende Auswirkungen auf junge Wölfe haben können – sie verlieren anschließend ihre natürliche Scheu vor dem Menschen. Der Umweltminister hätte eine Vergrämung der betroffenen Wölfe viel früher anordnen müssen. Dann hätte man in Niedersachsen während der vergangenen Monate sicherlich weniger über Problem-Wölfe diskutieren müssen. Offenbar aber ist der Umweltminister mit der effektiven Koordinierung des komplexen Themas Wolf überfordert.“ Für Angermann ist der Vorgang ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig die von der CDU seit einem Jahr geforderte Überarbeitung des Wolfsmanagements für Niedersachsen sei.