Verärgerte Konsumenten stellen sich seit ein paar Monaten die Frage, weshalb an Tankstellen nur noch vereinzelt SuperPlus-Benzin angeboten wird und damit dieser Treibstoff sukzessive vom Markt verschwindet.
Es schreiben viele Hersteller, von VW, Audi über Mercedes und BMW bis hin zu Porsche und anderen eine Mindestoktanzahl von 98 im Benzin für ihre Motoren vor. Diese von den Fahrzeugherstellern empfohlene Mindestoktanzahl sollte stets eingehalten werden, sonst verringert sich die Leistung und Lebenserwartung des Motors. Da 98-Oktan-Benzin seit Jahrzehnten angeboten wird, kaufen Konsumenten Autos mit entsprechenden Motoren – im Vertrauen darauf, dass das benötigte Benzin angeboten wird – und stellen dann verwundert an der Zapfsäule fest, dass es gar keinen passenden Sprit mehr gibt.
Nun gibt es zwei Optionen: Um dem scheinbaren Dilemma entgehen zu können, haben manchen Motoren einen Klopfsensor. Dieser sorgt dafür, dass keine Fehlzündungen auftreten und der Motor optimal läuft. Damit ist es möglich, minderwertigeren Sprit (95-Oktane) zu tanken ohne den Motor zu beschädigen – jedoch wird mehr Sprit verbraucht.
Die Alternative ist, höherwertigeren Sprit (100-, bzw. 102-Oktane) zu kaufen (gerade dann, wenn das Auto keinen Klopfsensor hat). Dieser ist teurer und hat nur einen geringfügig höheren Leistungswert. Beides sind Lösungen, die zu Lasten des Konsumenten gehen und nur Behelf sein können.
So fragt sich der geneigte Beobachter, ob es sich hier um dieselbe Willkür der Ölkonzerne wie bei der Abschaffung von Normalbenzin handelt? Im November 2007 wurde zunächst der Preis des Normalbenzins an das Superbenzin angeglichen und anschließend folgte die Ausgliederung aus dem Sortiment. Dies hat wenig Menschen aufgeregt, da wenig Autos noch Normalbenzin tankten. Bei SuperPlus ist der Fall anders gelagert. Hier sind mehr Menschen und Autos betroffen. Wie geht es jetzt also weiter? Nun ist das SuperPlus weg und es bleiben noch 95-Oktane, 100-Oktane und 102-Oktane. Zeigt sich hier wieder einmal die Macht der Ölkonzerne, von denen die Bevölkerung scheinbar abhängig ist? Wie kann es sein, dass man von einem Sprit abhängig gemacht wird, der dann aber aus dem Sortiment genommen wird? Muss ein Konsument die höheren Kosten ertragen, wenn er auf höherwertigen Sprit zurückgreift? Wozu werden überhaupt Mindestoktanzahlen angegeben, wenn manche Motoren noch kein 100-er, bzw. 102-er Benzin in Energie umwandeln können? Wird es abgeschafft, um mit dem teureren Benzin noch höhere Profite raus zu schlagen?
Ich finde es schlicht nicht richtig, dass schon wieder eine im Vergleich günstigere Benzin-Sorte vom Markt verschwindet. Die Abschaffung von Normalbenzin war eine Frechheit und die Abschaffung von SuperPlus ist es auch.
Es ist grundsätzlich Schwachsinn, für Ottomotoren verschiedene Kraftstoffarten anzubieten. Super sollte die Basis für alle Otto-Motoren sein – das ist verbraucher- und wettbewerbsfreundlicher. Und dann würden sich solche Fragenstellungen auch nicht ergeben.
Natürlich muss sich die Frage stellen, welche Fahrzeuge tanken SuperPlus, das sind meist höherwertige Fahrzeuge mit großen Motoren (Premium), um die vom Kunden gewünschte Leistung abzurufen und um Umweltauflagen einzuhalten usw, geht man das indirekte Mittel der Leistungssteigerung über den Kraftstoff.
Bedeutet im Klartext, würden die Menschen auch mit weniger Leistung und oder aufgeladenen Motoren klarkommen (was bislang nicht jeder tut), bräuchte man kein Superplus.
Der Trend geht da aber auch hin, BMW bietet bis auf den 7er wohl alle neuen Modele mit Super Kraftstoff an. Bei Mercedes ähnlich.
Aber die alten brauchen noch SuperPlus und für diese Konsumenten ist es nun blöd gelaufen.
Hermann, wenn es zum Zeitpunkt des Kaufes noch SuperPlus gab und man auch davon ausgehen konnte, dass es SuperPlus immer geben wird und nun gibt es SuperPlus nicht mehr, dann bringt es Dir auch nichts, wenn Du beim Autokauf die Augen aufgemacht hast.
Es ist schon schlimm, dass die -nötige- Angebotsvielfalt nicht mehr besteht. Hier werden auf dem Rücken der Verbraucher Entscheidungen getroffen, die wohl für niemanden mehr nachzuvollziehen sind.
Stimmt!
stimmt genau
Ich verstehe irgendwie das ganze Geschrei gar nicht.
Ich fahre inzwischen das zweite Erdgasauto.
Mein jetziger Wagen (von einem deutschen Premiumhersteller)
verbraucht gerade einmal für ca. 5,50 Euro Kraftstoff (Erdgas)!
Schont die Umwelt – wir kennen das vom Erdgasherd, dort brauchen Sie auch nicht alle Türen und Fenster zu öffnen, wenn gekocht wird…!
Bei uns im Nordwesten wird KEIN Gas aus Rußland “verfeuert” – wir nutzen heimische Vorkommen (Aus Deutschland, Holland und der Nordsee) – nutzen unsere eigenen Ressoursen!
Wir machen uns uns unabhängig von der OPEC!
WARUM fährt keiner diese Autos??
Wer sich ein Auto mit einem hochtechnisierten Motor leisten kann, der nur mit SuperPlus fährt, der kann auch teures Benzin tanken. Sprittfresser kosten halt Geld!
Das nennt man Markt!
Ich sach nur:
Augen auf -
beim Autokauf!
Tach auch,
Herrmann